Nach dem Staatsexamen konnte ich als leitende Ergotherapeutin in einer Saarbrücker Praxis umfangreiche Erfahrungen mit verschiedenen Therapieformen und Behandlungsmethoden sammeln. Die Vielfalt ergotherapeutischer Arbeit mit ganz unterschiedlichen Menschen liegt mir sehr am Herzen. Vielfalt ist auch für mich persönlich ein Lebensthema, das meine Arbeit bereichert. Denn als in Deutschland aufgewachsene Jesidin, die Deutsch und Kurdisch fließend spricht, integriere ich zwei Kulturen. Eine Erleichterung bei der Arbeit mit kurdisch sprechenden Patienten, oft auch eine Vereinfachung im interdisziplinären Austausch mit verwandten Berufsgruppen.

Das Individuum erkennen

Nicht nur auf Grund meiner kulturellen Wurzeln, aber doch durch sie bestärkt, bereitet mir die Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft sehr viel Freude. Mein besonderes Anliegen und die therapeutische Herausforderung bestehen darin, sowohl Individualität als auch Vielfalt des Patienten unabhängig von der Erkrankung oder einer ärztlichen Diagnose zu erkennen. Es geht darum, die individuellen Ressourcen der Patienten, ihre Fähigkeiten herauszufinden, zu stärken und therapeutisch zu nutzen. Das je individuelle Vorgehen schafft zudem eine Basis, auf der eine längerfristig vertrauensvolle Patienten-Therapeuten-Beziehung möglich wird.

Fachliche Spezialisierung

Das ergotherapeutische Spektrum ist generell weit gefächert. Deshalb profitieren Patienten von spezialisiertem Fachwissen und langjähriger Erfahrung mit besonderen Therapieformen. Durch zahlreiche Fortbildungen habe ich in den letzten Jahren Schwerpunkte in den Bereichen Pädiatrie sowie Neurologie/Geriatrie gelegt. Tatsächlich nimmt die Arbeit mit Kindern und älteren Menschen einen größeren Raum in unserer Praxisarbeit ein. Meine Fortbildungen:

Neurologie / Geriatrie

  • Einführungskurs zu den kognitiv-therapeutischen Übungen nach Prof. C. Perfetti (AIDETC)
  • Spiegeltherapie und Mentales Training
  • Spastik / Folgen nach einem Schlaganfall (Apoplex)

Pädiatrie

  • Grundlagen & Befunderhebung
  • Motorische Leistungen: Feinmotorik / Graphomotorik
  • Höhere Wahrnehmungsleistungen: visuelle Wahrnehmung
  • Auditive Verarbeitung-und Wahrnehmungsstörung (AVWS)
  • Teilleistungsstörungen: Dyskalkulie, Legasthenie
  • Einführung in die Sensorische Integration (SI)